Was ist eigentlich Seeding?

Wenn es um das Thema „virales Marketing“ geht, herrscht in vielen Köpfen noch immer die Meinung vor, dass das Hochladen eines Videos ausreicht, um einen YouTube Hit mit millionenfachen Views zu erzielen. Allein der Fakt, dass jeden Tag ca. 10 Jahre neues Videomaterial auf YouTube hochgeladen und 4 Milliarden Videos gestreamt werden [1], lässt schon erahnen, dass das gewünschte Ziel, das eigene Video an die Spitze des gesamten Video Contents zu führen, nicht so leicht erreicht werden kann. Daher ist ein professionelles Seeding essentiell, um die Wirkung einer Kampagne zu garantieren.

Damit das eigene Video aus der Masse heraussticht, muss für das Seeding eine individuell angepasste Strategie entwickelt werden. Je nach Targeting werden hierbei unterschiedliche Platzierungen in Social Networks, Entertainment Portalen, thematischen Websites und Blogs vorgenommen. Je höher die thematische Relevanz der Platzierung, je zielgruppenorientierter die Ansprache und je aktivierender der Inhalt, desto schneller kommt es zu viralen Effekten. Das Seeding („Sähen des Virus“) führt dazu, dass sich das Video in sozialen Netzwerken durch liken, kommentieren, teilen und weiterleiten viral verbreitet und die initiale Reichweite durch das Seeding um ein Vielfaches überschritten wird.

Bei der Ableitung der Strategie des Seeding muss darauf geachtet werden, an wen sich die Kampagne bzw. das Video inhaltlich wendet und welche Botschaft transportiert werden soll. Soll das Seeding eine breite Öffentlichkeit erreichen, können Zielgruppendefinitionen und relevante Online-Umfelder weiter gesteckt sein und im Einzelfall aus den Indikatoren General Interest, Zielregion, Alter und eventuell dem Geschlecht bestehen. Kampagnen hingegen mit einer engeren Zielgruppe, haben neben der Zielregion, dem Alter und dem Geschlecht noch die entsprechenden Special Interests als Indikatoren, welche die thematischen Online-Umfelder und somit die Relevanz der Platzierung bestimmen.

Seeding kann zusammengefasst werden als eine zielgruppenorientierte Platzierung und Verbreitung von Content in kampagnenspezifisch relevanten Kommunikationskanälen zur Generierung einer initialen Reichweite, um virale Weiterverbreitungseffekte eines Video anzustoßen. Auf das Ausmaß der eintretenden viralen Effekte und der damit erzielten Gesamtreichweite, hat der Umfang der Maßnahmen des Seeding bzw. die initiale Reichweite einen bedeutenden Einfluss. Für den weiteren Verlauf wesentlich, ist die Art und Weise wie stark die Botschaft bzw. der Inhalt des Videos die User dazu aktiviert dieses weiterzuverbreiten. Ein erfolgreiches Seeding ist somit die Basis für eine erfolgreiche Kampagne.

[1] http://www.youtube.com/t/press_statistics

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